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Christian Wortmann | |
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Schema des Landverlustes am Westende von Juist ![]() (Mai 1999 - Bilder dazu siehe hier) Juist ist mit über 15 km Ausdehnung ist west-östlicher Richtung die längste der Ostfriesischen Inseln aber auch die schmalste. Die Insel zeichnet sich durch den langen, breiten Strand und eine durchgehend hohe Schutzdünenkette aus. Allein am Westende der Insel, vor dem Billpolder, haben sich Strand und Dünen in den letzten Jahren sehr negativ entwickelt. Durch Verlagerung der Osterems wird hier der Strand nicht mehr ausreichend mit Sand versorgt, der früher im Zuge des Küstenlängstranportes in diesem Bereich anlandete. Seitdem in diesem Strandabschnitt die Sandbilanz negativ ist, können die im Verlauf von schweren Sturmfluten auftretenden Strand- und Dünenverluste nicht mehr auf natürlichem Wege ausgeglichen werden. Durch die Orkanflut vom 28.01.1994 und weitere nachfolgende Sturmfluten sind an den Dünen von der Bill bis zum Ortstell Loog erhebliche Dünenabbrüche entstanden. Im Westen sind dabei über 14 m Dünen verloren gegangen. Insgesamt hat sich die MThw- Linie (Linie des mittleren Tidehochwassers) seit den 60er Jahren mit einer durchschnittlichen jährlichen Rate von 7 m um rd. 200 m nach Süden verlagert. Alte Hellerhorizonte, die sich ehemals südlich längst verschwundener Dünen entwickeln konnten, kommen hier nach Erosionsphasen zum Vorschein und zeugen von der Südverlagerung der Insel als Folge des Meeresspiegelanstiegs. Die im Westen ehemals massiven und bis zu 20 m hohen Schutzdünen sind bis auf einen schmalen und teilweise stark zerklüfteten Dünenzug zusammengeschrumpft. In zurückliegenden Jahren wurden die durch Sturmfluten zur See hin aufgerissener Dünentäler mit künstlich aufgesetzten Dünendämmen wieder geschlossen. Einer schneller voranschreitenden Dünenerosion konnte so für einen begrenzten Zeitraum Einhalt geboten werden. Die Dünendämme wurden möglichst naturnah mit wechselnden Böschungsnelgungen und Kronenhöhen gestaltet. Außerdem wurde die Vegetationsdecke in den Baubereichen behutsam aufgenommen, zwischengelagert und für die spätere Andeckung der Dammkörper verwandt. Für die Schließung der Dünendurchbrüche und Verstärkung der Schutzdünen wurden insgesamt 120.000 m3 Sand benötigt. Diese Sandmengen werden vom Strand südwestlich des Billpolders entnommen, wo positive Sandbilanz herrscht. Um keine tiefen Löcher am Strand zu hinterlassen, wurde der Sand von Schürfkübel-Fahrzeugen (sog. Scrapern) flach abgeschält und in die Einbaustellen transportiert. |
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