Christian Wortmann  
Home | Email | Sitemap
 
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
 
Landesarchiv NRW Staatsarchiv Münster
NRW Staatsarchiv Münster
Staatsarchiv Münster - Ansicht vom Bohlweg
 

zurück zur Titelseite dieser Rubrik

Geschichte und Zuständigkeit

Schon bald nach der Schaffung der preußischen Provinz Westfalen wurde damit begonnen, das während der französischen Fremdherrschaft vernachlässigte Archivgut der vormaligen westfälischen Territorien und aufgehobenen Klöster und Stifte systematisch zu sammeln. Zu diesem Zweck entstanden 1821 auf Anweisung des Staatskanzlers Hardenberg vier "Archivdepots" in Arnsberg, Höxter, Münster und Paderborn, später kam noch ein fünftes in Minden hinzu.

1829 wurden die übrigen Depots dem in Münster unterstellt, dieses wurde 1831 in ein "Königliches Provinzialarchiv" umgewandelt. Kurzfristig war sogar erwogen worden, in Minden ein zweites Provinzialarchiv einzurichten. Die Überführung der Bestände des Archivdepots nach Münster konnte indes erst 1852 abgeschlossen werden. 1867 erfolgte die Umbenennung in "Königlich Preußisches Staatsarchiv Münster".

Nach der Gründung des Landes Nordrhein Westfalen im Jahre 1946 wurde aus dem preußischen Staatsarchiv Münster ein nordrhein-westfälisches. War jenes vorher für die gesamte preußische Provinz Westfalen, also für die drei Regierungsbezirke Arnsberg, Minden und Münster zuständig gewesen, so ergab sich nun für dieses eine Beschränkung des Zuständigkeitsbereiches auf die Regierungsbezirke Arnsberg und Münster. Durch die Zusammenlegung des Regierungsbezirks Minden mit dem ehemaligen Land Lippe war nämlich der neue Regierungsbezirk Detmold gebildet worden, für den nun das aus dem Lippischen Landesarchiv hervorgegangene Staatsarchiv Detmold zuständig wurde. Das hatte zur Folge, daß 1963 die Archivalien der Regierung Minden und der ihr unterstellten Behörden aus der Zeit ab 1816 nach Detmold abgegeben werden mußten. Allerdings verblieben die ostwestfälischen Urkunden und Akten aus der Zeit vor 1815 in Münster.

Neben einer Zentralabteilung für allgemeine Verwaltung (ZA) und allgemeine Archivangelegenheiten (ZB) bestehen zwei regional gegliederte Abteilungen, und zwar je eine für das nördliche Westfalen (I) und das südliche Westfalen (II) mit insgesamt 8 Dezernaten.

Der Magazinbereich verfügt über rund 30 Regalkilometer Lagerungskapazität und ist mit platzsparenden schwenkbaren Regaleinheiten ausgestattet. In den seit dem Bezug des Neubaus vergangenen 20 Jahren wurden jedoch die Magazine bereits weitgehend belegt. Im Hinblick auf den Raumbedarf erhielt das Staatsarchiv Münster 1995 ein provisorisches Ausweichmagazin in dem aufgelassenen Befehlsbunker der Bezirksregierung Münster in der immerhin 30 km von Münster entfernten Gemeinde Nottuln (Kreis Coesfeld). Dorthin werden weniger häufig benutzte Archivalien ausgelagert. Ein Benutzerraum ist für Nottuln nicht vorgesehen.

Das Staatsarchiv verfügt über eine Restaurierungswerkstatt und eine Fotowerkstatt. In der Restaurierungswerkstatt können die erforderlichen Restaurierungsarbeiten und konservatorischen Maßnahmen (Pergament-, Siegel- und Papierrestaurierungen sowie buchbinderische Arbeiten) an den eigenen Beständen durchgeführt werden. Die Fotowerkstatt ist so ausgestattet, daß sie in der Lage ist, die gängigen Fotoarbeiten (Fotokopien, Mikrofilme, Schwarzweiß- und Farbaufnahmen einschließlich großformatiger Schwarzweiß und Colornegativen sowie Diapositiven) gerade auch für Archivbenutzer zu erledigen.

(Quelle: Infobroschüre "Archive in NRW")

zurück zur Titelseite dieser Rubrik

© 2002 Chr. Wortmann | Rechtliche Hinweise | Datenschutz
Letzte Aktualisierung: | Email: webmaster@c-wortmann.de